Was ist die Torlinientechnik im Fußball?

Kurze Antwort: Die Torlinientechnik stellt fest, ob der Ball die Torlinie vollständig überquert hat, und liefert die Antwort binnen etwa einer Sekunde an die Uhr des Schiedsrichters. Sie beantwortet ausschließlich die Frage Tor oder kein Tor und beteiligt sich an keiner anderen Entscheidung. Weil das Urteil auf Messung statt auf Auslegung beruht, ist es endgültig und das Spiel läuft praktisch ohne Unterbrechung weiter.

Wie funktioniert die Torlinientechnik?

Der verbreitetste Aufbau stützt sich auf eine Reihe von Hochgeschwindigkeitskameras, die auf jedes Tor gerichtet sind. Die Kameras verfolgen den Ball fortlaufend, und eine Software rekonstruiert seine Position dreidimensional und bestimmt den Augenblick, in dem der ganze Ball die Linie überquert. Systeme mit Magnetfeld beantworten dieselbe Frage anders, mit Sensoren rund um das Tor und einer Schaltung im Ball selbst.

Das Urteil erreicht den Schiedsrichter über eine eigene Uhr, die vibriert und das Ergebnis anzeigt; die Übertragung dauert etwa eine Sekunde. Der Schiedsrichter weiß Bescheid, bevor die Spieler überhaupt zu diskutieren beginnen. Gedränge, bei dem der Ball von der Latte nach unten springt, oder Schüsse, die ein Torwart hinter der Linie herauskratzt, waren mit bloßem Auge einst unlösbar; die Technik hat sie zu Routineentscheidungen gemacht.

Wofür wird sie genau eingesetzt?

Die Aufgabenbeschreibung des Systems besteht aus einer einzigen Frage: hat der ganze Ball die Torlinie überquert? Die Antwort lautet ja oder nein, ohne Zwischenraum für Auslegung. Ob die Aktion ein Foul enthielt, ob ein Angreifer im Abseits stand und jeder weitere Aspekt der Szene gehören dem Schiedsrichter und, wo vorhanden, dem Videoassistenten.

Diese scharfe Grenze unterscheidet sie von der Videoüberprüfung: sie erfordert kein Review am Spielfeldrand, hält nichts an und lässt nichts zu diskutieren übrig. Ein von der Technik bestätigtes Tor kann wegen eines früheren Vergehens in der Aktion immer noch aberkannt werden, doch dass der Ball die Linie überquert hat, steht außer Frage.

Wann wurde sie eingeführt?

Den Weg zur Einführung ebneten aufsehenerregende Torentscheidungen, die nach Augenmaß gefällt und später von Fernsehbildern widerlegt wurden. Die Regelhüter gaben die Torlinientechnik 2012 frei, und das System erschien bald bei großen Turnieren, bis es bei der Weltmeisterschaft 2014 die globale Bühne erreichte.

Ihre Verbreitung begrenzt der Preis, nicht der Zweifel. Einbau und Betrieb sind teuer, deshalb ist das System nicht in jeder Liga vorhanden; es konzentriert sich auf höchste Spielklassen und internationale Turniere, die es finanzieren können. Ob eine bestimmte Liga es nutzt, ist deren eigene Entscheidung und eine Budgetfrage.

Dieser Begriff bei Shutli

Ein Tor ist das Ereignis, das alle Live-Analyse-Panels auf einen Schlag neu ordnet, und ein sofortiges Torlinienurteil sorgt dafür, dass dieser Neustart ohne Verzögerung passiert. Shutli zeigt im Momentum-Panel, wie sich der Druck nach dem Torerfolg neu verteilt, während der Aufbau der Gefahr davor auf der Seite Live-Torsignale nachgezeichnet wird.

Verwandte Begriffe

Erlebe diese Begriffe live in echten Spielen, in der Shutli-App oder im Web-Panel.

Was ist die Torlinientechnik im Fußball? | Fußball-Begriffe: Glossar — Shutli