Was ist eine Rote Karte im Fußball?

Kurze Antwort: Die Rote Karte ist das Zeichen, mit dem der Schiedsrichter einen Spieler oder Teamoffiziellen wegen eines schweren Vergehens des Feldes verweist. Der Betroffene verlässt den Platz, darf nicht ersetzt werden, und die Mannschaft beendet das Spiel in Unterzahl. Rot kann direkt für ein einzelnes grobes Vergehen gezeigt werden oder auf eine zweite Gelbe Karte folgen.

Wann gibt es eine Rote Karte?

Die glatte Rote Karte bestraft Vergehen, die über die normalen Grenzen des Spiels hinausgehen: grobes Foulspiel, das den Gegner gefährdet, Tätlichkeiten abseits des Zweikampfs um den Ball, Anspucken oder Beißen, die Verhinderung einer klaren Torchance durch ein Foul oder durch Handspiel sowie anstößige, beleidigende oder verunglimpfende Äußerungen und Gesten.

Davon getrennt bekommt ein Spieler, der im selben Spiel ein zweites verwarnungswürdiges Vergehen begeht, zuerst Gelb und dann Rot und muss vom Platz. Platzverweise betreffen nicht nur die elf auf dem Feld: auch Auswechselspieler und Mitglieder des Betreuerstabs können Rot sehen.

Was passiert nach einer Roten Karte?

Der des Feldes verwiesene Spieler muss den Innenraum verlassen, und die Mannschaft bestreitet den Rest der Partie in Unterzahl, ohne Ersatz. Wird der Torwart hinausgestellt, darf ein Ersatzkeeper kommen, aber nur wenn dafür ein Feldspieler das Feld verlässt.

Die anschließende Sperre unterscheidet sich von Wettbewerb zu Wettbewerb. Rot bedeutet mindestens ein Spiel Pause, und Sportgerichte können die Sperre bei schweren Vergehen wie Tätlichkeiten verlängern. Eine aus zwei Gelben entstandene Rote Karte zieht in der Regel eine mildere Strafe nach sich als glatt Rot; die genauen Längen stehen in der Ordnung des jeweiligen Wettbewerbs.

Glatt Rot oder Gelb-Rot: was ist der Unterschied?

Beide Wege enden im Platzverweis, doch ihr Wesen unterscheidet sich. Glatt Rot ist das Urteil über ein einzelnes Vergehen, das schwer genug ist, um das Spiel eines Profis allein zu beenden. Gelb-Rot ist eine Ansammlung: zwei getrennte Vergehen, jedes für sich nur eine Verwarnung wert, die zusammen zum Ausschluss führen, wobei der Schiedsrichter erst Gelb und dann Rot zeigt.

Der VAR zieht hier eine harte Grenze: der Videoassistent darf Szenen mit glatt Rot überprüfen, eine zweite Gelbe Karte dagegen nicht. Eine falsche Gelb-Rote Karte lässt sich im Spiel deshalb nicht mehr korrigieren, eine falsche glatte Rote nach einer Überprüfung schon. Einen verwarnten Spieler vor der zweiten Verwarnung auszuwechseln bleibt ein Klassiker des Risikomanagements.

Dieser Begriff bei Shutli

Eine Rote Karte ist der heftigste Umbau, den ein Spiel ohne Torveränderung erfahren kann: die Mannschaft in Unterzahl zieht ihren Block tiefer, während der Gegner Ball und Raum übernimmt. Die Live-Analyse von Shutli zeigt diese Übernahme als klaren Bruch in den Panels Momentum und Tempo, und die Live-xG-Analyse verrät, zu welcher Seite die Chancenproduktion nach dem Platzverweis fließt.

Verwandte Begriffe

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