Was ist die Handspielregel im Fußball?
Wie wird ein Handspiel bewertet?
Die erste Grenze ist anatomisch: das Vergehen betrifft die Hand und den Arm bis zur unteren Achselhöhle. Ein Ball an der Schulter ist kein Handspiel. Die zweite Grenze ist verhaltensbezogen: die Hand zum Ball zu bewegen ist ein Vergehen, während ein Ball, der einen natürlich gehaltenen Arm trifft, in der Regel keines ist.
Der entscheidende Begriff ist die unnatürliche Vergrößerung des Körpers. Wer einen Arm vom Körper wegstreckt, nimmt das damit verbundene Risiko in Kauf, und die Berührung kann ohne jede Frage nach der Absicht bestraft werden. Im Angriff ist die Regel noch strenger: wer unmittelbar nach einer Berührung an der eigenen Hand oder am eigenen Arm trifft oder sich so eine Torchance verschafft, bekommt das Tor aberkannt, selbst wenn die Berührung unabsichtlich war.
Wann führt ein Handspiel zum Elfmeter?
Handspiel ist ein Vergehen für einen direkten Freistoß, ausgeführt am Ort der Berührung. Begeht es ein verteidigender Spieler im eigenen Strafraum, wird daraus ein Elfmeter. In Spielen mit VAR werden Handspiele im Strafraum vom Videoassistenten überprüft, da Elfmeterentscheidungen zu den vier überprüfbaren Kategorien gehören.
Ein Handspiel im Angriff wirkt umgekehrt: es annulliert das Tor oder die Chance, die daraus entstanden ist, und die verteidigende Mannschaft setzt das Spiel mit einem Freistoß fort. Diese Asymmetrie ist das meistdiskutierte Gesicht der Regel, denn dieselbe Berührung bedeutet am Arm eines Verteidigers einen Elfmeter und am Arm eines Angreifers ein aberkanntes Tor.
Was gilt beim Handspiel für Torhüter?
Das Vorrecht des Torwarts ist streng räumlich: im eigenen Strafraum darf er den Ball mit den Händen spielen, und dort kann gegen ihn kein Handelfmeter verhängt werden. Außerhalb des Strafraums wird er dagegen wie jeder Feldspieler bewertet; das Handspiel jenseits der Linie ist ein Vergehen für einen direkten Freistoß und kann, wenn es eine klare Torchance verhindert, Rot nach sich ziehen.
Auch im Strafraum hat das Handspielrecht Grenzen. Der Torwart darf einen absichtlichen Rückpass mit dem Fuß eines Mitspielers nicht aufnehmen, ebenso wenig einen direkt zugeworfenen Einwurf, und er darf den Ball nicht länger als erlaubt in den Händen kontrollieren. Diese torwartspezifischen Vergehen werden mit einem indirekten Freistoß statt mit einem Elfmeter bestraft.
Dieser Begriff bei Shutli
Eine Handspielentscheidung im Strafraum verschiebt die Torgefahr mit einem einzigen Pfiff: ein zugesprochener Elfmeter erscheint als sofortige Stufe in der Live-xG-Analyse von Shutli. Wenn eine lange VAR-Prüfung das Spiel einfriert und es dann mit einem Urteil freigibt, wird der emotionale Neustart auch im Momentum-Panel sichtbar.