Was ist die Passgenauigkeit im Fußball?

Kurze Antwort: Die Passgenauigkeit ist der Prozentsatz der versuchten Pässe, die einen Mitspieler erreichen. Eine Passgenauigkeit von 85 Prozent bedeutet, dass 85 von 100 Pässen ihr Ziel fanden. Der Wert allein misst keine Qualität: sichere kurze Pässe heben ihn, riskante Bälle hinter die Abwehr senken ihn. Deshalb liest man Passgenauigkeit zusammen mit Passvolumen und Spielfeldzone.

Wie wird die Passgenauigkeit berechnet?

Die Rechnung ist schlicht: die Zahl der angekommenen Pässe wird durch die Zahl der versuchten geteilt und in Prozent umgewandelt. Ein angekommener Pass erreicht die Kontrolle eines Mitspielers; abgefangene, ins Aus gelaufene oder verlorene Versuche gelten als unvollständig.

Die Details unterscheiden sich je nach Anbieter: ob Einwürfe, lange Befreiungsschläge und Flanken in die Passzahl einfließen, variiert von Quelle zu Quelle. Derselbe Spieler kann deshalb auf zwei Seiten Prozentwerte zeigen, die einige Punkte auseinanderliegen; solange der Trend hält, ist die Lücke unwichtig.

Was bedeutet eine hohe Passgenauigkeit?

Der Positionskontext kommt zuerst. Innenverteidiger und tiefe Mittelfeldspieler erreichen naturgemäß hohe Werte, weil die meisten ihrer Pässe kurz und sicher sind; Stürmer und Flügelspieler leben in niedrigeren Bereichen, weil sie riskante Bälle in überfüllte Zonen spielen.

Auf Mannschaftsebene zeigt hohe Passgenauigkeit die Fähigkeit, ohne Ballverlust aufzubauen, und geht meist mit hohem Ballbesitz einher. Doch der Prozentsatz allein sagt nichts über Produktivität: auch eine Mannschaft, die nie ein Risiko eingeht, kann sehr hohe Werte ausweisen.

Reicht Passgenauigkeit allein?

Sie reicht nicht, denn der Wert eines Passes kommt mit seinem Risiko. Ein Steilpass, der die Abwehr zerschneidet, war den Versuch wert, selbst wenn er misslingt; hundert sichere Pässe in der eigenen Hälfte haben zum Ergebnis vielleicht nichts beigetragen. Der Prozentsatz kann diese beiden Welten nicht trennen.

Die moderne Analyse liest Passgenauigkeit deshalb zusammen mit Produktivitätsgrößen wie Vorwärtspässen, Schlüsselpässen und Vorlagen. Ein Spielmacher mit bescheidenem Prozentwert, der ständig Gefahr erzeugt, ist oft mehr wert als ein Spieler mit hoher Quote, der nur quer spielt.

Dieser Begriff bei Shutli

In der Live-Spielstatistik siehst du die Passgenauigkeit beider Mannschaften neben Ballbesitz und Schussdaten; ob diese Passsicherheit zu echtem Druck wird, zeigt sich im Momentum-Panel derselben Partie.

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